{"id":24912,"date":"2021-12-13T09:33:33","date_gmt":"2021-12-13T08:33:33","guid":{"rendered":"https:\/\/pfatest2.saarlb.com\/investmenthilfe-ueber-grenzen-hinweg\/"},"modified":"2021-12-13T09:33:33","modified_gmt":"2021-12-13T08:33:33","slug":"investmenthilfe-ueber-grenzen-hinweg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pfatest2.saarlb.com\/fr\/investmenthilfe-ueber-grenzen-hinweg\/","title":{"rendered":"Investmenthilfe \u00fcber Grenzen hinweg"},"content":{"rendered":"<p>Die Landesbank Saar (SaarLB) bringt Investoren und Assets in Deutschland und Frankreich zusammen. Dazu hat sie 2019 das Netzwerk P\u00f4le Franco-Allemand gegr\u00fcndet.<br \/>\nHubert Goldhofer, Direktor und Leiter der Abteilung Immobilienfinanzierung und Michael He\u00df, Direktor und Leiter des P\u00f4le-Allemand, ziehen eine erste Zwischenbilanz.<\/p>\n<p><strong><br \/>\nImmobilien Zeitung: Die SaarLB versteht sich als eine deutsch-franz\u00f6sische Bank. Wozu der neue Anlauf mit dem P\u00f4le Franco-Allemand?<\/strong><br \/>\nMichael He\u00df: Mit dem Frankreichgesch\u00e4ft haben wir 75 Jahre Erfahrung. Die Erfolge f\u00fchrten in den 2000er Jahren zur Gr\u00fcndung der SaarLB France mit den heutigen Standorten Strasbourg und Paris. Mit dem P\u00f4le Franco-Allemand fokussieren wir uns jetzt st\u00e4rker auf die von grenz\u00fcberschreitenden Investitionen. Dank der Partnerunternehmen bietet der P\u00f4le eine erweiterte Dienstleistungspalette an und engagiert sich auch \u00fcber die regionalen Zielm\u00e4rkte der SaarLB hinaus, also dem Grand Est und der \u00eele de France in Frankreich sowie dem Saarland, Rheinland-Pfalz und Teile Hessens und Baden-W\u00fcrttembergs in Deutschland. Diese besondere Stellung sowohl auf dem deutschen als auch dem franz\u00f6sischen Markt verdeutlicht ein Blick auf den Kundenkreditbestand der SaarLB: Bei einer Bilanzsumme von 14,67 Mrd. Euro zum 30. Juni 2020 bel\u00e4uft sich unser Kreditbestand auf 10,89 Mrd. Euro, der zu 56% auf das Deutschland- und zu 44% auf das Frankreichgesch\u00e4ft aufgeteilt ist.<\/p>\n<p><strong><br \/>\nIZ: Wie kann der P\u00f4le den deutschen Investoren bei ihrem Engagement in Frankreich helfen?<\/strong><br \/>\nHubert Goldhofer: Wir unterst\u00fctzen unsere institutionellen deutschen und franz\u00f6sischen Investoren, die in ihren jeweiligen Heimatm\u00e4rkten keine ausreichend gro\u00dfe Anlagem\u00f6glichkeiten mehr finden, dadurch, dass wir erst einmal das Bewusstsein f\u00fcr Frankreich oder Deutschland als interessanten Investmentmarkt herstellen. Um die Markteintrittsbarrieren m\u00f6glichst niedrig zu halten, helfen wir mit Fachwissen aus unserem Haus und der Vermittlung von Experten aus dem P\u00f4le. Dadurch muss der Investor vor Ort kein eigenes Team aufbauen, was bei dem Einstieg in einen teils unbekannten Auslandsmarkt stets eine hohe H\u00fcrde darstellt.<\/p>\n<p><strong><br \/>\nIZ: Wie sieht Ihr Angebot konkret aus?<\/strong><br \/>\nGoldhofer: Das f\u00e4ngt bei der Sprache an. Nicht jeder Anwalt, Architekt, Steuerberater, Bauunternehmer oder Dienstleister ist zweisprachig. Dazu kommt, dass beide L\u00e4nder unterschiedliche steuerliche Vorgaben haben und ein ganz anderes Rechtssystem. Wir kennen die Teilnehmer im P\u00f4le und k\u00f6nnen somit unseren Kunden Empfehlungen aussprechen. Das geht hin bis zu scheinbar allt\u00e4glichen Aspekten, wenn wir die Unterzeichnung eines Notarvertrags im grenznahen Frankreich organisieren, f\u00fcr die der Investor sonst h\u00e4tte nach Paris reisen m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong><br \/>\nIZ: Andere Banken bieten ebenfalls grenz\u00fcbergreifende Beratung an. Was unterscheidet den P\u00f4le Franco-Allemand davon?<\/strong><br \/>\nHe\u00df: Solche Akteure konzentrieren sich mit ihrem French oder German Desk gezielt auf ihre eigenen Kunden und ihre Bankdienstleistungen. Nat\u00fcrlich liegt der Fokus der SaarLB als grunds\u00e4tzlich klassische Kreditbank auch mit dem P\u00f4le Franco-Allemand auf der Finanzierung der Projekte und Investitionen. Unser Ansatz ist jedoch breiter. Dazu geh\u00f6rt auch, dass wir ganz allgemeines Marketing, insbesondere mit unserer digitalen Plattform www.pole-franco-allemand.de betreiben wollen. Wir unterst\u00fctzen mit den Aktivit\u00e4ten des P\u00f4le Franco-Allemand nicht zuletzt auch die Frankreichstrategie des Saarlands, das gleichzeitig unser Mehrheitsgesellschafter ist. Diese Strategie dient sozusagen als Br\u00fccke zwischen den beiden L\u00e4ndern Deutschland und Frankreich und m\u00f6chte beide L\u00e4nder und deren Wirtschaft st\u00e4rker zusammenbringen und enger verzahnen. Im Zentrum dieser Strategie steht \u00fcbrigens auch das Ziel, dass die Saarl\u00e4nder innerhalb einer Generation bilingual werden.<\/p>\n<p><strong><br \/>\nIZ: Wer ist auf deutscher Seite Ihre Zielgruppe?<\/strong><br \/>\nGoldhofer: Wir setzen unseren Schwerpunkt ganz klar bei institutioneilen Investoren. Mit dem P\u00f4le versuchen wir als SaarLB, uns aus dem Wettbewerb um niedrige Margen und hohe Risikobereitschaft herauszuziehen.<\/p>\n<p><strong><br \/>\nIZ: Wie ist das Immobiliengesch\u00e4ft strukturiert, das im Pole-Netzwerk abl\u00e4uft?<\/strong><br \/>\nGoldhofer: Rund 80% des Finanzierungsvolumens bezieht sich auf Bestandsimmobilien, 20% auf Projektentwicklungen, in der Regel B\u00fcroobjekte. Deutsche Investoren bevorzugen B\u00fcroobjekte in Frankreich. Das bedeutet in unserem stark zentralisierten Nachbarland sehr oft Paris, aber wegen der dortigen sehr niedrigen Renditen weichen deutsche Investoren seit Jahren auf andere Gro\u00dfst\u00e4dte wie zum Beispiel Lyon aus. Franz\u00f6sische Investoren sind in Deutschland meist breiter aufgestellt, von B\u00fcros \u00fcber Fachmarktzentren und Logistik bis hin zu Hotels.<\/p>\n<p><strong><br \/>\nIZ: Wie stellen Sie sich die weitere Entwicklung des P\u00f4le Franco-Allemand vor?<\/strong><br \/>\nHe\u00df: Nachdem wir uns gut aufgestellt haben und die Arbeitsabl\u00e4ufe funktionieren, wollen wir auch im kommenden Jahr weitere Partner ins Boot holen. Dar\u00fcber hinaus wollen wir st\u00e4rker Aufmerksamkeit f\u00fcr grenz\u00fcberschreitende Investments wecken und noch genauer einzelne Zielgruppen ansprechen. Anfang 2021 wollen wir eine Webinar-Serie starten und das nach einer Besserung der Corona-Situation hoffentlich bald auf Konferenzen in Form von Pr\u00e4senzveranstaltungen ausweiten. Zudem sind wir offen f\u00fcr Vorschl\u00e4ge von unseren Partnern f\u00fcr neue gemeinsame kommerzielle Initiativen und Kampagnen.<\/p>\n<p><strong>IZ: Danke f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das Interview f\u00fchrte Volker Thies.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Autor:\u00a0<\/strong><a href=\"https:\/\/www.immobilien-zeitung.de\/1000075957\/saarlb-baut-investmentbruecken-ueber-grenzen-hinweg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Immobilien Zeitung<\/a><br \/>\n<span style=\"vertical-align: sub;\">\u00a9 shutterstock.com<\/span><\/p>\n<section class=\"entry__sidebar\">\n<aside class=\"aside aside--highlight\">&nbsp;<\/p>\n<\/aside>\n<\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Landesbank Saar (SaarLB) bringt Investoren und Assets in Deutschland und Frankreich zusammen. Dazu hat sie 2019 das Netzwerk P\u00f4le Franco-Allemand gegr\u00fcndet. 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